Schwerlastauszug erleichtert Menschen mit Handykaps das Leben

16-Rollstuhlfahrer

Eine Studiengruppe junger Frauen befasste sich während ihrer Ingenieursausbildung mit dem Thema „Bauen von Alltagshilfen für Behinderte“ und beleuchtete dabei, welche Rolle Vollauszüge oder ein Schwerlastauszug haben können. Um eine Behindertengerechte Anfertigungen entwerfen zu können und Konstruktionen im Bereich der Vollauszüge zu fertigen, muss man erst die Bedürfnisse der Menschen mit Handykaps kennen. Dies herauszufinden schickte sich eine Gruppe Studentinnen an, die zu diesem Zweck das Leben eines Rollstuhlgängigen begleiteten. Der 43jährige Mann hatte einen muskulösen Oberkörper, mit dem ihm viele Dinge im Leben leichter fielen. Dennoch stieß auch er an verschiedene, vor allem mechanische und praktische Grenzen. Zum Beispiel konnte der gehbehinderte Mann nicht selber einen Mantel aus dem Kleiderkasten ziehen, geschweige denn, diesen wieder geordnet rein hängen. Bei ihren Beobachtungen stießen die jungen Leute aber auf etwas, was sie noch nie gesehen hatten: Mittels Hochschrank Vollauszüge gelang der Mann problemlos an seine gebügelten Hemden, durch Schublade Vollauszüge musste er sich nicht strecken oder krümmen, um auch die Socken im hintersten Winkel der Schublade zu erreichen. Ebenfalls kann ein Schwerlastauszug besondere Einsätze übernehmen, wenn zum Beispiel ein Rollstuhl verstaut werden soll.

Solche Vollauszüge für Behinderte sind für betroffene Menschen kein Luxus, sondern eine wichtige Hilfe im Alltag. Nur dank diesen Hilfen gelingt es Behinderten oft erst, sich alleine im Haushalt zurecht zu finden. Auch wenn eine bestimmte Konstruktion meistens als Maßarbeit in die Wohnung eingebaut wird und bestimmt eine große Investition bedeutet, wird sich diese im Verlaufe der Zeit immer lohnen, da zum Beispiel auf persönliche Betreuung weitgehend verzichtet werden kann. Auch ein Heimaufenthalt, der sonst unumgänglich wäre, kann dank dem Einbau der Vollauszüge für Behinderte verhindert werden. Dies nicht nur zur Freude der Betroffenen, sondern auch derer, welche die Kosten für die Unterstützung übernehmen müssen. Die einmalige Investition in ein langlebiges Produkt ist auf Dauer in jedem Fall kostengünstiger als jede andere Lösung. Mit dieser Erkenntnis schlossen die Studentinnen ihre Dissertation ab, nicht ohne noch einmal auf die Vorteile behindertengerechter Alltagshilfen hinzuweisen, die auch über die Möglichkeiten der Vollauszüge oder eines Schwerlastauszug hinaus gehen.